Diskriminierung von Homosexuellen


In Jamaika – wie auch in vielen anderen Ländern auf der Welt – werden die Rechte von Homosexuellen und anderweitig sexuell orientierten Menschen nicht geachtet. Immer wieder kommt es zu verbalen und körperlichen Anschlägen in Jamaika, wo Homosexualität illegal ist.

Das jamaikanische Gesetz sagt aus, dass jeder Akt von körperlicher Intimität zwischen Männern in der Öffentlichkeit oder im Privaten bestraft wird.

Besonders erschreckend ist die Tatsache, dass in der Öffentlichkeit stehende Personen wie weltberühmte jamaikanische Musiker in ihren Texten zu Gewalt gegen Schwule und Lesben aufrufen:

When yuh hear a Sodomite get raped...
But a fi wi fault...
It´s wrong
Two women gonna hook up inna bed
That´s two Sodomites dat fi dead.
  Wenn du hörst, dass eine Lesbe vergewaltigt wird...
Ist doch nicht unsere Schuld...
Es ist falsch
Zwei Frauen miteinander im Bett
Das sind zwei Lesben, die tot sein sollten.
(Elephant Man)

 

I´m dreaming of a new Jamaica, come to execute all the gays.   Ich träume von einem neuen Jamaika, in dem alle Schwulen hingerichtet werden.
(Beenie Man)

 

Bun a fire pon a kuh pon mister fagoty,
Ears ah ben up and a wince under agony,
Poop man fi drown a
dat a yawd man´s philosophy.
  Brennt alle Schwulen nieder,
bis sie unter Schmerzen zucken,
Schwule sollten ertränkt werden,
so sieht die Philosophie eines anständigen Mannes aus.
(Babycham & Bounty Killers)


Solche Aufrufe zu Hass und Gewalt gehen weit über das hinaus, was als freie Meinungsäußerung akzeptabel ist. Dabei ist in der jamaikanischen Musikkultur, wie sie vor allem Bob Marley weltweit bekannt gemacht hat, die Tradition, sich für Gerechtigkeit und Menschenrechte einzusetzen, tief verwurzelt. Es ist traurig, dass diese Tradition auf diese Weise verraten wird.

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